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Franzi - Maler- und Lackiererin
AzubiBLOG
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Dritter Teil meines

2. Lehrjahres

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DDD

CCC

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Auf die letzte Teilfl├Ąche tapezierten wir eine Strukturvliestapete auf Sto├č, was ich zum Gl├╝ck schon ├Âfter gemacht hab und es mir deshalb leicht gefallen ist. Viele hatten mit den Spannungen zu k├Ąmpfen, welche beim ÔÇ×ums Eck tapezieren“ entstehen. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert die Tapete an dieser Stelle zu Bearbeiten. Am letzten Tag unseres Lehrganges strichen wir die Bodenplatte, besserten Fehlstellen aus und r├Ąumten die Werkstatt auf, sodass der Lehrer das Endergebnis unserer Arbeit bewerten konnte.

Nun ist es wieder soweit, 4 Wochen ├╝berbetriebliche Lehrlingsunterweisung in der Maler- und Lackierer Innung sind zu bew├Ąltigen. Sie sind Pflichtveranstaltungen f├╝r alle Azubis und bis zur Beendigung der Lehre m├╝ssen alle Lehrg├Ąnge absolviert sein.

Geb├Ąude der Malerinnung M├╝nchen

├ťberbetriebliche Ausbildung im 2. Lehrjahr

Der erste Tag startete wie immer mit der Besprechung des Kursablaufs, Hausordnung und Spint├╝bergabe. Dann ging es auch schon an die Praxis, wir besprachen kurz den Arbeitsauftrag und fingen dann mit ein paar ├ťbungen an. So entstanden Ornamente, die wir mit Malstock und Pinsel auslegten, um das genaue Beschneiden zu lernen. Ist garnicht so leicht, man muss sich durchgehend konzentrieren. Das Ornamentgitter wurde auf Regafolie aufgezeichnet, ausgeschnitten und aufgeklebt. Nach Einweisung der Spritzkabine und Pistole durften wir das Ganze mit der Mini-jet auf die vorbereitete MDF-Platte nebeln. Der n├Ąchste Teil der Arbeit verlief ├Ąhnlich. Es wurden 3D-W├╝rfel entworfen und vergr├Â├čert zusammengesetzt. Anschlie├čend mit Malstock/Pinsel ausgelegt, auf Pauspapier gepaust, auf Regafolie ├╝bertragen, ausgeschnitten und mit Mini-jet genebelt. Dabei ist es sehr wichtig, dass der Lichteinfall stimmt (Licht kommt immer von links oben). Zum Schutz der Platten wurde Acrylklarlack aufgetragen. Auch die aufwendige Schleiflacktechnik ist mir sehr gut gelungen. Hierbei wird Bimsmehl mit einem Modler so lange ├╝ber die Platte geschliffen, bis die Oberfl├Ąche matt war.

Pause... Kaffee hat mein Chef mitgebracht und das Foto hat er auch gemacht...
Ornamente mit Malstock ausgemalt
Wickeltechnik
Schwammtechnik
Meine fertige Koje
Geschafft, welche Bewertung ich wohl bekomme?
Ich bin stolz auf meine Arbeit
Schablonentechnik
Ornamente auf Holzplatte

In der zweiten Woche bereiteten wir au├čerdem unsere Kojen vor. Alte Tapete entfernen, Fl├Ąche und Kanten glatt schleifen, mit Glattvliestapete tapezieren und wei├čer Farbe vorstreichen. Laut Plan zeichneten wir die Einteilung auf. Die Schablone ÔÇ×Kids Club“ wurde in der Mitte aufgeklebt und mit den 3 vorgegebenen Farben (rot,gelb,gr├╝n) beliebig ausgestupft.

Das fertige Werk

Au├čerdem mussten wir unser Handwerk mit vielen Techniken repr├Ąsentieren. Die Schablonierung stellte ich mit einer Lasurtechnik in einem erfrischendem T├╝rkis zur Schau. Da mir dies am Anfang missgl├╝ckte, weil die Lasur zu dickfl├╝ssig war, musste ich es nochmal machen. Ja auch ich mache Fehler. Ich hab draus gelernt und wei├č was ich das n├Ąchste mal besser machen kann. Die Zwischenr├Ąume des leuchtroten Kreuzes f├╝llten wir mit Piccoputz, der auf Kornst├Ąrke abgezogen wurde. Eine besonders glatte Fl├Ąche braucht man bei der Gl├Ąttetechnik. Nach 2 mal grundspachteln + Zwischenschliff wird die abget├Ânte Designspachtelmasse mehrmals gefleckelt aufgetragen und poliert. Zus├Ątzlich ├╝bten wir an den Kojen im oberen Bereich eine Wickeltechnik und im Sockelbereich eine Schwammtechnik. Hier setzte ich auf schlichte Eleganz.

mal ein Kaffeep├Ąuschen zwischen drin

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├ťbungen f├╝r 3D-K├Ârper...
So soll es werden....
Mein fertiges Werk - toll oder?
Fast fertige Koje

Die letzten Stunden verbrachten wir noch in einer Kneipe namens IRISH PUB, wo ich mein erstes Guiness probierte. Trotz des bitteren Geschmacks muss ich sagen wars nicht schlecht.

Betriebsausflug K├Âln:

FAF-Messe (Farbe, Ausbau- und Fassade)

Vom 19. – 22.03.19 flog ich zusammen mit meinem Chef, aufgrund meiner guten Noten in der Berufsschule sowie Innungskurs, nach K├Âln und erlebte dort sch├Âne, sowie lehrreiche Tage.

Da dies erst mein zweiter Flug war, muss ich zugeben, dass ich ein wenig aufgeregt war. Aber als wir dann endlich ├╝ber den Wolken schwebten, genoss ich die gigantische Aussicht.

Zwischendurch bekamen wir einen kleinen Snack, dazu Tomatensaft. Insgesamt dauerte der Flug 45 min, bis wir am Flughafen K├Âln/Bonn landeten.

Mitsamt Gep├Ąck machten wir uns dann mit der S-Bahn auf den Weg zu unserem modern gestalteten Hotel. Dies hat sich als eine gute Wahl erwiesen, unsere Zimmer waren sehr ger├Ąumig, hell und -ganz wichtig- sauber und ruhig.

Aufgrund der zentralen Lage beschlossen wir gleich nach Ankunft in Richtung K├Âlner Altstadt zu laufen. Auf unserem Weg durchquerten wir einige Einkaufsstra├čen, bis wir vorm ber├╝hmten K├Âlner Dom standen.

509 Stufen m├╝ssen wir den engen Turm hochsteigen und dabei 97 H├Âhenmeter ├╝berwinden. F├╝r Unsportliche ist das eine harte Aufgabe und wir laufen an so einigen vorbei, die laut schnaufend die Wendeltreppe verstopfen.

Aber der Weg nach oben wird mit einer hervorragenden Sicht auf die Stadt und das Umland belohnt. Zur├╝ck nach unten machen wir Halt bei der gr├Â├čten frei schwingenden l├Ąutbaren Glocke der Welt, welche in der Glockenstube des S├╝dturms untergebracht ist.

Doch das absolute Highlight ist der Dreik├Ânigenschrein, das gr├Â├čte aus Gold geschmiedete Kunstwerk des Mittelalters. Dort werden die Reliquien der Heiligen drei K├Ânige aufbewahrt. Mit ├╝ber 1000 Edelsteinen und Perlen ist er von unsch├Ątzbarem Wert und sehr beeindruckend.

So langsam bekamen wir Hunger und beschlossen bei Kaffee und Kuchen unsere F├╝├če ein wenig auszuruhen.

Dann schlendern wir weiter ├╝ber die Hohenzollernbr├╝cke, vorbei an den unz├Ąhligen Liebesschl├Âssern. Wie viele andere auch setzen wir uns ans Ufer und genie├čen den Blick auf die K├Âlner Silhouette.

Den Abend liesen wir im Brauhaus ÔÇ×Fr├╝h“ mit einer traditionellen Mahlzeit (Sauerbraten) bei gem├╝tlicher Stimmung ausklingen. Dazu gab es ein k├╝hles K├Âlsch, was nat├╝rlich nicht fehlen darf. Es fiel mir nicht schwer schnell einzuschlafen, da ich schon etwas K.O. war.

Im Flieger
in unserem Hotel mit Blick zur Rezeption
Zwischen den Wolken
├╝ber den Wolken
Anflug mit Blick auf den K├Âlner Dom
Das erste K├Âlsch...
Kuschelwolken
Tomatensaft
Tolles Airbrush Design
Bunte H├Ąuserzeile am Fischmarkt
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Ich auf dem Game of Brushthrone
Wall of Fame
Mein Chef darf auch mal auf einen Throne
Zwei s├╝sse Hasen
Entspannende Bootsfahrt mit Sonne und Ausblick
Time Ride
Wir essen gesundes
Halbwach beim Fr├╝hst├╝ck
unz├Ąhlige Liebesschl├Âsser
H├Âhenerkl├Ąrung des K├Âlner Doms
Geschichte von den Heinzelm├Ąnnchen - bitte anklicken
Schockobrunnen
sch├Ân bunt
Beleg, dass ich ganz oben am Turm war
Zwei Maler am Rhein
Vor den Liebesschl├Âssern
Sauerbraten im "Fr├╝h"
Blick auf den Dom vom Wasser aus
K├Âln bei Nacht
Der Heinzelm├Ąnnchenbrunnen
Mit Baumkuchentorte und Cappuccino
auf der Domplatte
Dionysosmosaik im R├Âmisch-Germanischen Museum
Der Dreik├Ânigsschrein
Blick auf unser Hotel am Rhein

Wir laufen weiter zum Fischmarkt, wo wir kleine farbenfrohe Fachwerkh├Ąuser entdeckten.

Beim Fr├╝hst├╝cksbuffet gabs nichts auszusetzen, unsere Erwartungen wurden sogar weit ├╝bertroffen. F├╝r jeden ist was dabei: verschiedene Sorten Br├Âtchen, dazu Marmeladen, Wurscht, K├Ąse, Obst, Joghurt, M├╝sli, warme Speisen wie R├╝hrei und Bacon-Schinken, uvm. Das Getr├Ąnkeangebot umfasste zahlreiche S├Ąfte, Wasser, Tee und nat├╝rlich Cappuccino. Wem das noch nicht genug war, der konnte sich ein Eis zur Nachspeise g├Ânnen. Nicht nur das Essen selbst war gut, die Servicekr├Ąfte waren ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Nach einem ausgiebigen und superguten Fr├╝hst├╝ck im Hotel starteten wir den zweiten Tag.

Neben dem Kennenlernen der Stadt, stand auch der Besuch der europ├Ąischen Fachmesse f├╝r Fassadengestaltung und Raumdesign auf dem Programm. Hier konnten wir uns auf insgesamt 3 Hallen ├╝ber die wichtigsten Themen der Branche informieren, austauschen und weiterbilden. Farbenhersteller und Lieferanten pr├Ąsentierten uns ihre gro├če Auswahl an Produktneuheiten. Die motivierten Nachwuchsmaler vom Nationalteam zeigten ihr K├Ânnen in Wettbewerben. F├╝r das Jubil├Ąumsjahr der M├╝nchner Meisterschule haben sich die Sch├╝ler was ganz Besonderes einfallen lassen. Jeder, der ehemalig dort Sch├╝lerin oder Sch├╝ler war, darf sich am Hauptstand auf der ÔÇ×Wall of Fame“ verewigen, darunter nat├╝rlich mein Chef. Richtig faszinierend fand ich Vorf├╝hrungen, die man selten zu Gesicht bekommt, wie Airbrush oder Bodypainting. Auf der Messe konnte ich einige gute Infos/Tipps f├╝r den Berufsalltag sammeln, werde diese in Zukunft auch anwenden. Nach dem Trubel in den Messehallen waren wir uns einig, dass wir eine kleine St├Ąrkung brauchten.

Speisekarte

Weil ich noch nie beim Steakessen war und dies unbedingt mal ausprobieren wollte, entschieden wir uns f├╝r Maredo.

 

Donnerstag Fr├╝h hatte mein Chef noch ein paar Termine mit Farben- und Tapetenherstellern. Ab fr├╝hen Nachmittag gingen wir an Bord eines der vielen Schiffe, die in der Altstadt anlegen, somit sahen wir die Stadt K├Âln nochmal aus einer anderen Perspektive. Bei der einst├╝ndigen Rundfahrt wurden uns nochmal ein paar wichtige Infos per Lautsprecher verk├╝ndet.

Das Besondere am Museum ist eine Produktionsstra├če, bei der man zuschauen kann, wie kleine Schokot├Ąfelchen hergestellt werden. Ein begehbares Tropenhaus zeigt unter welchen Voraussetzungen Kakaob├Ąume gehalten werden. Weil ich diese Art von Klima nicht gewohnt bin, fl├╝chtete ich regelrecht aus diesem Abteil. Eine weitere Attraktion ist der 3m hohe Schokoladenbrunnen, an dem von einer Mitarbeiterin Waffeln in die fl├╝ssige Schokolade getaucht und an die Besucher zum Probieren verteilt werden. Nach der vielen Schoggi machen wir noch ein s├╝├čes Foto mit dem Lindt Goldhase und laufen rheinaufw├Ąrts.

  Am n├Ąchsten Morgen nahmen wir das Schokoladenmuseum in Angriff, welches wir nicht verpassen durften.

In der Ausstellung wird die gesamte Geschichte der Schokolade gezeigt, von ihren Anf├Ąngen, bis zu den heutigen Herstellungsmethoden.

Fabrikband mit Schockot├Ąfelchen

Da das Duftmuseum im Farina Haus in der N├Ąhe war, gingen wir dort hin. Johann Maria Farina machte K├Âln durch seinen einmaligen Duft ÔÇ×Eau de Cologne“ weltber├╝hmt. Um nicht mit leeren H├Ąnden nach Hause zu kommen, nahm ich ein kleines Fl├Ąschchen von der ├Ąltesten Parf├╝mmarke der Welt mit.

Eau de Cologne

Am Abend machten wir noch eine Time-Ride. W├Ąhrend wir uns in den Nachbau einer historischen Stra├čenbahn setzten erlebten wir mit einer Virtual Reality-Brille eine Rundfahrt durch die K├Âlner Altstadt zur Kaiserzeit. Erstaunlich wie Echt alles wirkte.

Dann war es so weit wir mussten die Heimreise antreten und uns von dieser tollen Stadt verabschieden. Der R├╝ckflug verlief ohne Probleme. Es war kein einziges W├Âlkchen am Himmel, so hatten wir beste Voraussetzungen unsere Heimat mal von oben zu sehen.

 

Vielen herzlichen Dank an meinen gro├čartigen Chef f├╝r diese tollen Tage.

Diese werden mir immer in sch├Âner Erinnerung bleiben.

Darum k├Ânnen Heinzelm├Ąnnchen k├Ânnen nicht mehr unsere Arbeit machen :-)

Ein paar Impressionen aus K├Âln

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